- Fliegen lernen -

Aller Anfang ist schwer, da hat man doch viele Fragen ? ? ?

Komm am besten mal auf unserem Flugplatz oder in der Werkstatt vorbei,
oder geh zu einem Verein in Deiner Nähe! Deutschland ist übersäht mit Modellflugplätzen.

Solltest Du schon eine Ausstattung haben, bring sie einfach mal mit – und zeige sie den Mitgliedern. Du brauchst keine Angst haben, dass sie Dich dann auslachen, denn jeder hat mal klein angefangen und noch lange nicht jeder ist Großmodellflieger.

Bei uns gibt es nach Absprache die Möglichkeit, völlig kostenlos im (mit vereinseigenen Anlagen) im Lehrer-Schüler-Betrieb das erste Mal ein Modell zu fliegen. Das ist sicher und am erfolgversprechendsten. Es erspart einem sehr viel Frust und Geld!

Um vielleicht schon souveräner die ersten Flugversuche zu meistern, kann man auch mit einem RC-Flug Simulator am Computer (+Steuerung) zu Hause sehr gut üben. Auch die Profis nutzen oft diese Möglichkeit des „Trainings“.

Die Kostenfrage ist nicht pauschal zu beantworten, aber man kann für die erste Grundausstattung etwa 250 Euro veranschlagen.

Zur Erst-Ausstattung gehören eine Fernsteueranlage (Sender, Empfänger, Servos), Akkus und zugehörige Ladegeräte und natürlich ein anfängertaugliches Flugmodell (Segler/Motormodell). Bei den Flugmodellen haben sich „Schaummodelle“ aus EPP oder Elapor bewährt, da sie sehr Crash-resistent und schnell zu reparieren sind. Meist fliegen sie auch recht gut, da Baufehler weitgehend ausgeschlossen sind.

Eine ganz gute Hilfestellung und Antworten auf möglichen Fragen findest du hier: https://www.rc-network.de/

Noch etwas gilt es zu berücksichtigen: bei den Fernsteuersendern werden die Steuerknüppel (Sticks) unterschiedlich belegt (Mode1 – Mode4).
Bei uns im Verein sind am verbreitesten Mode1 (Gas + Quer -rechts / Höhe + Seite -links) und der Mode2 (Höhe + Quer -rechts / Gas + Seite -links).
Jede Belegung hat Vor- und Nachteile, Mode1 lässt sich zu Beginn etwas präziser steuern, Mode2 kommt dem richtigen Fliegen näher und wird von den Hubschrauberfliegern bevorzugt. Die meisten neuen Sender werden heute im Mode2 ausgeliefert, können aber umgestellt werden. 

Und vor allem müssen auch nicht alle Sachen neu sein, denn das Internet bietet viele Gebrauchtbörsen, in denen man „gut und günstig“ kaufen kann. Hier sollte aber möglichst ein erfahrener Modellflieger beratend zur Seite stehen. 
Es muss auch zum „Reinschnuppern“ in unser aufregendes Hobby auch nicht gleich ein eigenes Modell sein, denn unser Verein kann hier Vereinsmodelle mit Lehrer-Schüler-Betrieb zur Verfügung stellen.

Und noch etwas Wichtiges: Du brauchst eine Modell-Haftpflichtversicherung, sonst darfst Du nicht fliegen.
Unsere Mitglieder sind über den Verein versichert (gilt dann auch für Dich im Lehrer-Schüler-Betrieb).

Ja! – jedes Flugmodell im öffentlichen Raum muss versichert sein.

In unserem Verein sind die Mitglieder über den MFSD versichert oder haben eigene Versicherungen bei anderen Vereinen.
Als Anwärter bist Du während der „Probezeit“ ebenfalls über den Verein versichert.

Ein Mindestalter (aber auch Höchstalter) ist nicht vorgeschrieben, aber zwischen 8 – 12 Jahre solltest Du schon alt sein, um genügend Verständnis für die technischen Zusammenhänge zu entwickeln und mit Konzentration und Veranwortungsbewusstsein am Modellflugbetrieb teilzunehmen.
Ein Pluspunkt: in jungen Jahren lernt man das Fliegen schneller, dank besserer Informationsverarbeitung und Reaktion.
Da tun sich ältere Anfänger oft schwerer, aber unsere über 80jähren Mitglieder beweisen, dass man viel Spaß bei unserem Hobby haben kann.

Für den Einstieg gibt es besonders geeignete Modelle. Ein beispielhaftes Flugzeug ist hier der Multiplex Easystar (ähnliche Modelle gibt es auch von anderen Herstellern). Er hat eine recht eigenstabile Auslegung, das bedeutet das Flugzeug stabilisiert sich tendenziell selbst, wenn man die Steuerknüppel loslässt. Auch ist der Propeller an einer günstigen Stelle, wo er keinen Schaden anrichtet, wenn er am Boden dreht. Trotzdem werden die Ruder direkt angeströmt was ihn auch bei niedrigen Geschwindigkeiten gut manövrieren lässt. Hier könnte man jetzt noch sehr viel tiefer ins Detail gehen, was aber besser am Platz direkt über ein Gespräch vermittelt werden kann.

Kurz: Es gibt besonders geeignete Modelle für den Einstieg und resultierend daraus auch besonders ungeeignete Modelle, die oft durch Ihre Optik in die Hände von Einsteigern gelangen, dort aber auch leider sehr oft ein nur sehr kurzes Modellleben aufweisen.
Sprich uns am Besten an, wir finden bestimmt genau das passende Modell für Dich!

Jeder wie er mag!
Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass ein klassischer Hubschrauber ein sehr komplexes Gerät darstellt und eine starke Auseinandersetzung mit der Technik erforderlich macht. Auch das Gefahrenpotential von einem großen Hubschrauber ist enorm. Fliegerisch sind Hubschrauber ebenfalls eher anspruchsvoller als ein Flächenflugzeug. Hier gilt es also, genau Abzuwägen, was man eigentlich möchte.

Vorweg:
Drohnen sind im Allgemeinen zum Ausführen von militärischen Aufgaben gemacht.

Darum gibt es eigentlich keine »Drohnen« auf einem Modellflugplatz. Das aerodynamische Konzept ist allerdings heutzutage in jedem Supermarkt für einige
wenige Euro bereits zu kaufen. Das ist auch kein Wunder, da Quadrocopter (der bessere Name für eine klassische „Drohne“ mit vier Propellern) eigentlich sehr simpel aufgebaut sind. Viel simpler als ein Hubschrauber zum Beispiel. Sie besitzen lediglich vier Motoren die unterschiedlich schnell laufen und dadurch manövrierbar sind. Der Durchbruch dieser Flugzeuggattung kam mit der Flugsteuerung. Ein kleiner leichter Chip registriert jede minimale Fluglagenänderung und teilt den Motoren mit, wie schnell sie sich zu drehen haben um die neue gewünschte Fluglage zu erreichen. So gesehen sind Quadrocopter kleine fliegende Computer.

Fliegerisch anspruchsvoll ist hier das Rennen mit kleinen extra dafür gebauten Coptern in niedrigen Höhen und das Kunstfliegen mit speziellen 3-D Coptern.

Ein anderer Bereich ist das Fliegen von Coptern zum Erstellen von Luftaufnahmen. Hier steht nicht das Fliegen, sondern eher das Filmen/Fotografieren im
Vordergrund. Mittlerweile bestehen sehr genaue Vorgaben, die sogenannt „Dohnenverordnung“. Danach muss ein Kenntnisnachweis erworben und eine Registrierung beim Luftfahrtbundesamt (LBA) erfolgen.

Nein!  – Aber es birgt auf jeden Fall Gefahren – so könnte man es zusammenfassen.

Es gibt in Deutschland eine sehr lange Modellflug-Tradition. In dieser Zeit haben sich Versicherungen und Verbände gegründet, die das Treiben der Modellflieger sehr gut im Blick haben, weil Sie selbst aus dem Hobby entstanden sind. Die Versicherungsbeiträge sind recht gering – Unfälle mit Personenschäden sehr, sehr selten.

Oberstes Gebot: Halte Dich an Regeln, es gibt sie nicht umsonst. Füge noch ein gutes Maß an gesundem Menschenverstand hinzu, und du kannst dich sehr sicher fühlen. Die wichtigsten Regeln schreibt übrigens die Physik vor. Wenn Du ein sehr schweres schnelles Modell fliegst, sind die Gefahren höher, als wenn Du mit einem
leichten, eher langsamen Modell unterwegs bist. Mit einem solchen Flugzeug ist es oft unmöglich, ernsthaften Schaden anzurichten. Da entwickelt ein Fußball
sehr schnell mehr Gefahrenpotential.

Hubschrauber mit einem größeren Rotordurchmesser sind vielleicht noch extra zu erwähnen. Einfach weil sich der Rotor sehr schnell drehen muss, um in die Luft zu gelangen. Hier sollte man wirklich wissen, was man tut.

Die wohl häufigste Frage lautet: »Wie hoch kann der denn fliegen?«

Kurze Antwort: es muss eigentlich heißen, wie hoch darf der denn eigentlich fliegen? 
Das ist gesetzlich festgelegt und beträgt auf unserem Flugplatz 300 m, kann aber in anderen Regionen unterschiedlich geregelt sein.

Technisch spielt die Reichweite eine eher untergeordnete Rolle, da man ein Modellflugzeug nicht ewig weit weg fliegt, da die Sicht auf das von Dir gesteuerte Flugzeug sich schnell soweit verschlechtert, dass es kurz gesagt einfach keinen Spaß mehr macht.

Die Frage nach der Flugdauer ist einfach nicht so interessant wie es zuerst scheint. Wer bereits schon mal länger als zehn Minuten sehr konzentriert in den Himmel
geschaut hat, weiß dass der Nacken hierbei bereits »Lass das!« schreit. Eine typische Flugzeit beträgt ca. 5 – 10 min.

Eine Ausnahme ist hier der Thermik- oder Hangflug zu nennen. Hier kann der Ansporn genau darin liegen, mit Wind und Wetter so geschickt umzugehen, dass man maximale Flugzeiten herausholt. Eine von vielen reizvollen Facetten, die das Hobby bietet.

»Transport« ist jetzt die eigentliche Aufgabe.

Ihr Kind wird mit den Anforderungen bzgl. der Geschicklichkeit erfahrungsgemäß keine Probleme haben und mit der Hilfe von Vereinsmitgliedern schnell zum ersten
erfolgreichen Flug -samt erster Landung gelangen. Doch wie kommt Ihr Kind zum Platz und wieder nach Hause?

Bei einem klassischen Modellflugverein gibt es kein regelmäßiges Training und somit auch keine festen Trainingszeiten. Vereinszeiten legt das Wetter fest und sein
Verbündeter ist die individuelle Motivation.

Wenn Ihr Kind selbst noch nicht mobil ist, werden Sie sicher bei schönem Wetter einige Fahrten übernehmen müssen. Fahrgemeinschaften etc. können bestimmt auch eine Alternative sein, das muss dann natürlich individuell abgestimmt werden. Doch sehen Sie diese Tatsache einmal so: Der Flugplatz liegt inmitten  wunderschöner Natur und ist bei gutem Wetter eine echte Oase. Das Abschalten vom Alltag funktioniert hier wunderbar. Wenn Sie sich darauf einlassen und vielleicht
sogar auch eine kleine »Schwäche« für dieses Hobby entwickeln können – verspricht das eine echte Bereicherung der Eltern-Kind Beziehung. Wir beobachten das über Jahrzehnte und konnten unzählige wunderschöne Momente gemeinschaftlich und generationsübergreifend hier verbringen.

Oft verlassen die Kinder irgendwann den Verein wieder und die Väter bleiben uns erhalten.

Besuchen Sie uns doch gerne bei gutem Wetter. Wenn Sie sicher sein wollen, das auch wirklich jemand am Platz ist, rufen Sie vorher bei einem der Vorstandsmitglieder an. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Nein. – schon aus versicherungstechnischen Gründen nicht.

Da der Platz durch unsere Mitgliedsbeiträge finanziert wird, wäre es auch ungerecht, wenn Fremde da gratis fliegen könnten.  

Der Platz steht ausschließlich seinen Mitgliedern zur Verfügung. Das Fliegen mit
Lehrer-Schüler-System ist aber nach Absprache jederzeit möglich.
Das ist für „Nicht-Mitglieder“ der sicherste und erfolgversprechendste Weg.
Unkosten fallen hier keine an.

Fliegen für Nicht-Mitglieder ist also nur erlaubt, wenn Mitglieder vor Ort sind und
Einweisen/Begleiten können.